Solange der Klon aktiv ist, gibt es einen hässlichen Header.

28. Januar 2018

ERFAHRUNGSBERICHT: ONE WEEK DETOX

Hallo ihr Lieben!



In meinem Beitrag über das Thema *Vorsätze*, habe ich euch daran teilhaben lassen, wie ich zu verschiedenen Zielen stehe. Es ist wichtig, permantent mit und an sich zu arbeiten. Das Leben ist ein ständiger Prozess der Entwicklung. Und genau aus diesem Grund bin ich stets offen für neue Dinge, möchte viele Erfahrungen machen und nehme gerne persönliche Herausforderungen an.
Wichtig ist, dass der Wandel bei einem selbst stattfindet. Es geht nicht darum, sich an anderen Menschen zu messen oder vergleichen. Natürlich ist es menschlich, sich zu vergleichen. Doch gerade Erfahrungen, die mit sich selbst gemacht werden, prägen einen viel mehr, als ein Vergleich, welcher auf der Ebene eines Wettkampfes mündet.

Aus diesem Grund habe ich im Zusammenhang mit vom Vorhaben abnehmen zu wollen, das Jahr mit einer Ernährungsumstellung eingeläutet. Mir war schon bereits im letzten Jahr bewusst, als ich mich für eine *vegetarische Ernährung* entschieden habe, dass ich daran hätte weiter arbeiten müssen.

Seit einiger Zeit liegt das Buch "One Week Detox" bereits bei mir Zuhause rum. Immer mal wieder habe ich mich in das Thema Detox und Rohkost reingelesen. Gerade, weil bei vielen Bloggern Detox ein großes Thema gewesen ist, schien es für mich die beste Herausforderung zu sein, den Hype auf Herz und Nieren zu prüfen. 

Dabei ist das Buch nicht nur eine bloße Ansammlung an Rezepten und Ideen. Ein Wochenplan ist, wie der Titel es schon erahnen lässt, der Kern und gleichzeitig für mich besonders attraktiv. Immerhin gibt es nicht nur Menschen, die täglich Topmotiviert sind. Es gibt auch so Menschen, wie mich, die klare Vorgaben und eine Orientierung brauchen. Perfekt!




VORABEIT

Zu einer Umstellung der Ernährung gehört es dazu, neue oder andere Lebensmittel in sein Leben zu lassen. Das bedeutet nicht, dass andere Dinge deswegen weichen müssen. Natürlich ist es für eine Umstellung einfacher, wenn beispielsweise Süßigkeiten direkt im Vorfeld ins Exil geschickt werden. Jedoch denke ich gleichermaßen, dass es auch kein Muss sein sollte. Dementsprechend habe ich mich in meiner Vorarbeit verstärkt auf die Beschaffung neuer Produkte beschränkt.

Das Gute an dem Buch ist, dass die meisten der Lebensmittel im Supermarkt und in der Drogerie zu kaufen sind. Obst und Gemüse ist gegenwärtig in einem breiten Spektrum vorhanden, sodass kaum Einschränkungen gemacht werden müssen. Bei den ein oder andere Produkte habe ich jedoch auf Alternativen zugegriffen. Entweder, weil sie tatsächlich nicht vorhanden waren und aber auch, weil etwas Ähnliches wesentlich günstiger gewesen ist.

KOSTENAUFSTELLUNG

LIDL: 50€
ROSSMANN: 20€
REWE: 5€

Für eine Woche Detox und Rohkost sind wir also bei insgesamt 75€ für zwei Personen angelangt. Das macht ein Tagesbudget von circa 5,36€!

ZEITAUFWAND

Normalerweise stellt es sich als besonders praktisch heraus, wenn neben den Rezepten auch noch ungefähre Angaben hinsichtlich der Zeiteinteilung sind. Mir ist aber bereits am ersten Tag aufgefallen, dass die abgedruckten Tendenzen nicht einmal annährend stimmen. Natürlich kann ich sagen, dass ich für einen Smothie zehn Minuten brauche. Jedoch wird dabei nur die direkte Arbeit berücksichtigt. Dies bedeutet, dass wenn für einen Tag ungefähr vierzig Minuten (laut Buch) einkalkuliert werden, definitiv mit dem doppelten Zeitaufwand gerechnet werden kann. Zwar bleibt die Küche kalt, aber im Vergleich zur vorherigen Routine, wurden viel mehr Küchenutensilien in Gebrauch genommen.

ERNÄHRUNGSUMSTELLUNG

Die größte Frage die wahrscheinlich aufkommt ist, inwiefern es eine Umstellung für mich war. Immerhin habe ich ein halbes Jahr als Vegetarier gelebt und letztendlich es dann doch sein lassen. Wie kann ich denn einen Anlauf in den veganen Lifestyle wagen, wenn ich es nicht einmal geschafft habe, mich als Vegetarier durchzuschlagen?
Ganz einfach: solange der Wille da ist, etwas zu wagen und Veränderungen zuzulassen, ist schlichtweg alles möglich. Nach wie vor verfolge ich die Divise, sich stets an sich selbst zu orientieren und nicht an anderen Menschen. Gerade in meinem Beitrag bezüglich der Vorsätze, wollte ich diesen Punkt auch deutlich machen. Es gibt zwar immer die Vorzeigepersonen, an denen man sich orientieren möchte. Doch jeder Alltag und jedes Leben ist unterschiedlich. Deswegen muss eine Umstellung, meiner Ansicht nach, am persönlichen Umfeld angepasst werden.

Und tatsächlich: es ist eine große Umstellung, alles roh oder gar in flüssiger Form zu konsumieren. Ich denke, es macht nochmals einen Unterschied, ob auf tierische Produkte verzichtet wird oder ob nun auch alles kalt gegessen wird. Für eine begrenzte Zeit ist dies auch tatsächlich umsetzbar gewesen. Doch ich bin der Auffassung, dass es hierbei vom Typ Mensch abhängig ist. Bereits nach dem ersten Tag habe ich das starke Bedürfnis nach warmer Nahrung gehabt. Und so wurde ein Kompromiss zwischen den Grundsätzen des Buches und meinen eigenen Grundsätzen geschlossen.

Fünf Mal am Tag zu essen sollte normalerweise kein Problem sein. Die Realität sieht ein bisschen anders aus. Immerhin gibt es aktuelle Berichte, die eben genau das Gegenteil aufzeigen. Wir nehmen uns zu wenig Zeit zum Essen.

Die Rezepte und der vorgegeben Plan in dem Buch lassen keinen Wunsch offen. Beispielsweise ist es möglich, ein Rezept durch ein anderes auszutauschen und sich dadurch selber einen Plan zu erstellen. Letztendlich sind die Möglichkeiten vielfältig und die Bandbreite ist sehr groß. Obwohl ich in meinem normalen Alltag viele Lebensmittel zu mir genommen habe, bin ich trotzdem nie hungrig gewesen. Natürlich tauchen immer mal wieder die Heißhungerattacken auf. Aber ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, hungern zu müssen.

Bewusst essen und bewusst konsumieren ist der wesentliche Aspekt in diesem Selbstversuch gewesen. Obwohl ich ursprünglich mit der Idee abzunehmen gestartet bin, hat sich innerhalb dieses Zeitraumes das Blatt gewendet. Der bewusste Konsum und das Einteilen der Zeit für die Zubereitung haben dazu beigetragen, dass ich mein Essen ganz anders wahrgenommen habe. 

FAZIT

Smoothies sind lecker. Aber deswegen alles kalt zu essen scheint mir eine zu große Umstellung. Der Zeitaufwand ist groß und wäre nicht möglich gewesen, wenn ich nicht Urlaub gehabt hätte, sodass ich mich vollkommen auf das Projekt einlassen konnte. Preislich gesehen halte ich ein solches Experiment für teuer, aber nicht überteuert. Immerhin ist der Warenkorb ausschließlich mit positiven Dingen gefüllt, welches einem letztendlich zugute kommt. Abgesehen davon, ist es sehr schwierig, einen Wocheneinkauf aufgrund eines solchen Wochenplans zu machen. Da es sich um leicht verderbliche Lebensmittel handelt, ist es wirklich sehr schwer, diese auch für einen längeren Zeitraum frisch zu halten. In meinem Fall ist es zwar gerade noch alles in Ordnung gewesen, aber ich hätte es für sinnvoller beziehungsweise effektiver gehalten, mindestens alle zwei Tage die passenden Besorgungen machen zu können. Eine Umsetzung der Entgiftung ist theoretisch von heute auf morgen möglich. Trotzdem ist eine Verbereitungszeit ratsam. Erst dann kann man sich selbst besser kennelernen und sich auch dessen bewusst werden, dass das Leben nicht nur aus Detox besteht und der Trend auch nicht immer ganz nachvollziehbar ist.

WÜRDE ICH ES NOCHMALS TUN?

Nein. Viele Rezepte in dem Buch sind gut und lecker. Es ist eine interessante Quelle für neue Inspirationen. Ich kann mir vorstellen, dass ein oder andere in meinem Alltag einzubauen. Das liegt aber daran, dass es mich auf geschmacklicher Ebene überzeugt hat und nicht, weil ich eine Entgiftung für sinnvoll halte, um in ein gesundes Leben starten zu können.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Für alles, was nicht in einen Kommentar hineinpasst: holykatta@web.de