8. März 2012

BUCHVORSTELLUNG: Der Lemur

In den letzten Wochen hatte ich viel für die Schule zu tun und generell kein Interesse, irgendein Buch zu lesen, deswegen kam dieses Kapitel vorerst zu kurz. Da sich aber aus einem mir nicht erklärbaren Grund, auf einmal mein Gewissen meldete, blieb mir nichts anderes übrig, als einen Kompromiss einzugehen.
Streng genommen war es eigentlich kein Kompromiss, denn ich habe die Entscheidung aus freien Stücken getroffen."Der Lemur" von John Banville alias Bejamin Black hatte den Weg zu mir gefunden.
Jedenfalls sollte das Buch nicht allzu umfangreich sein und außerdem wollte ich mich mal wieder mit einem Kriminalroman beschäftigen. Die Gelegenheit kam gut, als ich im Internet eine Seite fand die Bücher für sage und schreibe 0,19€ unter die Menschen brachte. Kurzer Hand entschied ich mich für einige Stücke und wer siehe da? Der Lemur fand den Weg zu mir nach Hause.
Bevor ich jedoch angefangen habe, das Buch zu lesen, musste ich mir stets die Frage stellen, was denn nun ein Lemur sei. Zu Zeiten des Internets, keine schwierige Angelegenheit. Trotzdem stelle ich mir bis heute die Frage, wo der Zusammenhang liegt.
Denn eins solltet ihr wissen, ein Lemur ist ein Tier, welches in Australien lebt und Nachtaktiv ist. Die äußerlichen Merkmale sind im wesentlichen uninteressant, da es sich nicht von anderen kleinen Tieren mit Fell abhebt, außerdem ist es unwichtig, wenn man bedenkt, dass es in dem Buch um einem Mord geht.
Doch bevor ich euch zu viel erzähle, hier einmal die Geschichte:
„Der Multimilliardär und Ex-CIA-Agent Williams Big Bill Mulholland will seine Memoiren schreiben lassen. John Glass, ehemaliger Journalist und Mulhollands Schwiegersohn, nimmt den Auftrag nur widerwillig an. Er engagiert einen Detektiv, der Nachforschungen anstellen soll. Wenige Tage später ist der Mann tot. Erschossen. Offenbar hatte jemand Interesse daran, gewisse Dinge geheim zu halten. Aber Schweigen kann man nicht kaufen – auch nicht, wenn man zu einer der reichsten Familien New Yorks zählt …“
Im Kontrast zu Krimis die ich in der Vergangenheit gelesen habe, machte mich schon allein das Erscheinungsbild es Buches stutzig. Ich konnte mir nicht vorstellen, das ein Buch mit nicht einmal 160 Seiten eine abgeschlossene und vorallem überzeugende Geschichte beinhaltet. Da meine Erfahrungen mit diesem Genre trotzdem stark begrenzt ist, blendete ich diesen Aspekt aus und versuchte so gut wie möglich in die Geschichte einzutauchen.
Sich in die Geschichte einzufinden war nicht schwer, denn der Aufbau der verschiedenen Figuren und vorallem die der Thematik war simpel. Jedoch muss man hinzufügen das dies nur zu Beginn der Fall war. Der Autor hatte große Probleme damit, den Grundgedanken beizubehalten und verlor nach und nach den roten Faden der Geschichte. Prinzipiell würde ich behaupten, dass dies ein Phänomen ist, welches vieles Autoren passiert und würde es deswegen als nicht allzu dramatisch beschreiben. Dennoch werde ich das Gefühl nicht los, als wäre dies ein Fehler den ich schon zuvor hätte voraussagen können.
Hinzufügen kann man außerdem, dass die Charakteren keine Persönlichkeit besitzen. Anscheinend hat sich der Autor es zum Vorsatz gemacht, die Standardphrasen eines jeden Krimis zu verwenden. Eine Hauptperson. Seine Frau. Ihr Sohn. Seine Geliebte.Der Schwiegervater. Eine Firma. Ein Toter und ein Geheimnis. Das Problem an der Sache ist nicht, dass die Idee schlecht ist. Denn wenn man die Rohstoffe eines Krimis gut verwenden kann, so bleiben einen genug Möglichkeiten das Blatt zu wenden und ein Buch lesbar zu machen. Doch wenn man in 160 Seiten acht Eigenschaften so authentisch wie möglich verpacken möchte, muss man sich kurz halten. Und bei diesem Gedanken besteht die Gefahr, dass durch das aktive Kürzen und unterschlagen von Informationen dazu beiträgt, das der Leser zwar versucht die Geschichte aufmerksam zu verfolgen und trotzdem keinen Entschluss finden kann. Das Problem dabei ist, dass mögliche Idee keinen fruchtbaren Boden finden. Die Saat die zu einer Pflanze heranwachsen könnte, wird dem Leser verwehrt und bereitwillig unterschlagen. Deswegen kann der Betrachter dieses Kriminalromans mit voller Aufmerksamkeit das Buch gelesen haben und trotzdem zu keinem Fazit kommen. Denn selbst wenn das Ende offensichtlich wäre, hätte man nicht die Möglichkeit, würde die eigentliche Geschichte dem Leser verborgen bleiben.
Abschließend kann ich sagen, dass ich selbst zwei Wochen nachdem ich das Buch durchgelesen habe, immer noch nicht sicher bin, wer nun der Mörder ist. Mich hat die Geschichte lange beschäftigt und das, obwohl ich das Buch in keiner Weise ernst nehmen kann. Vielleicht ist dies die Intention des Autors. Doch das ist mehr eine Vermutung. Viel mehr glaube ich, dass der Verlag lediglich Geld am Papier sparen wollte und deswegen mutwillig gekürzt hat. Anders kann ich mir nicht erklären, wieso der reguläre Preis für dieses Buch bei 11,00€ liegt und man wenig dafür geboten bekommt. Irgendetwas ist da schief gegangen.

Kommentare:

Emily hat gesagt…

Danke :)

Das Buch hört sich gut an, ich finde es eigentlich gar nicht schlecht, wenn man nicht weiß, wer der mörder ist und ein offenes ende entsteht!

Mila hat gesagt…

Ich finde deinen Blog echt toll! Ich hab noch keinen Blog gesehen der so viele gute Buchvorstellungen hat wie deiner *_* hast einen neuen treuen Follower ;D
Liebste Grüße,
Mila.

Luna De Ambrogio hat gesagt…

Danke für die tolle Buchvorstellung!! ist echt mal was erfrischend neues :) Xo

Marlene hat gesagt…

hey (:
gute buchvorstellung *daumenhoch*
fands echt gut da ich das buch selber habe
wäre leib wnen du mir mal einen link für die seite wo man bücher bestellen kann geben würdest
wenn nicht dann egal ;)
marlene.

Katta hat gesagt…

Hey Marlene,

danke für deine Rückmeldung! Hier ist der Link zu der Seite, wo ich immer meine Bücher bestelle:

http://www.rebuy.de/?refToken=1225639

Ich hoffe sie gefällt dir!

Liebe Grüße,
Katta.

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