27. Mai 2011

BUCHVORSTELLUNG: Flammenbrut & Mercy

Ich bin kein Mensch, der gerne Thriller ließt. Die Meisten halte ich für schlecht geschrieben, weil sie vorhersehbar und total langweilig sind. Aber in der Not, bin selbst ich nicht wählerisch.
Deswegen möchte ich euch zeigen, welche Bücher ich als Letztes gelesen habe:




1. "FLAMMENBRUT" von Simon Beckett (397 Seiten)

"Die junge Geschäftsfrau Kate Powell steht mit beiden Beinen erfolgreich im Leben. Allein ihr sehnlichster Wunsch blieb bisher unerfüllt: ein Kind. Ein anonymer Spender kommt für Kate nicht in Frage. Also gibt sie eine Annonce auf, um einen geeigneten Vater zu finden. Alex Turner scheint der perfekte Kandidat..."

Da die Bücher von Simon Beckett in der Vergangenheit viel Aufsehen erregt haben und er als Autor dadurch viel Popularität dazu gewonnen hat, wollte ich natürlich mitreden können.

Das Buch ist sehr schlicht gehalten und der Schreibstil von Beckett gefällt mir gut. Am meisten haben mir die Dialoge der Figuren gefallen, sie hatten alle ihre eigene Persönlichkeit und das kam gut zur Geltung. Die Sprünge zwischen den Figuren und Situationen fand ich nachvollziehbar.


Die Spannung steigerte sich von Kapitel zu Kapitel, bis hin zum Showdown.
Leider fand ich die Idee, die dahinter steckte viel zu gut ausgearbeitet, als dass das Offensichtliche der Geschichte einem schon von vorne rein klar war. Das ist schade, denn ich finde ein Thriller sollte sich erst mit Ende des Buches auch aufgelößt werden und nicht zu Beginn.

Ich hatte eine menge Spaß mit dem Buch und bin froh, das ich es günstig erwerben konnte. Doch selbst Beckett hat meine Meinung gegenüber Thriller nicht geändert. Es war ein schöner Zeitvertreib, aber ein weites Buch von ihm würde ich mir nicht zulegen.


2. "MERCY" von Lisa Jackson (599 Seiten)

"Rick Bentz, Derective vom New Orleans Police Department, zweifelt an seinem Verstand: Gerade hat er seine Ex-Frau Jennifer gesehen - doch die ist seit zwölf Jahren tot! Bald wird klar, dass dies alles zum Plan eines Psychopathem gehört, der Bentz durch einen raffinierten ausgeklügelten Rachefeldzug zu einer Reise in die Vergangenheit zwingen will. Als Bentz' schwangere Frau Olivia spurlos verschwindet, beginnt eine nervenzerreißende Suche, die Bentz um das Liebste in seinem Leben fürchten lässt..."

Wenn man das Buch betrachtet, ist es schon ziemlich einschüchternd mit seinen rund sechshundert Seiten an Informationen. Erst während des lesens ist mir aufgefallen, dass es eine Bücherreihe über den Herrn Bentz gibt.

Mit der Zeit kamen nämlich immer wieder Fragen auf, die ist so nicht hätte beantworten können und die deswegen darauf schließen lassen, dass mindestens ein Buch im Vorfeld erschienen ist.

Und genau dies ist auch der Kritikpunkt.

Ich denke, wenn man eine gute Autorin ist, dann sollte man eine Bücherreihe nicht direkt an den Vorgänger anlehnen. Als Leser muss man immer das Gefühl haben, dass man den Durchblick hat. Sei es bei Buch Nummer Eins oder bei Buch Nummer Fünfhunderdreißig. Bei Jacksons Büchherreihe war es nicht ganz so fatal, jedoch fällt es auf.

Und normalerweise dürfte es nicht passieren, denn ein Kriminalfall beginnt mit einem Buch und endet auch in dem Selben. Danach geht es mit einer neuen Geschichte los.
Da sollte man als Leser meinen, dass es doch gar nicht so schwer sein kann, seinen Fokus auf diesen einzigen Kritikpunkt zu richtig. Aber anscheinend war dies nicht möglich.

Die Geschichte geht runter wie Butter und die Seiten verfliegen schnell. Besonders hat mir der ständige Wechsel der Schauplätze gefallen. Die Stärke von Lisa Jackson liegt darin, die Umgebung auf's Genauste zu beschreiben, welches den Leser das Gefühl gibt, am Ort des Geschehens anwesend zu sein.

Außerdem war dieses Bucht nicht so leicht zu durchschauen. Ich habe mich dauernd gefragt, ob "Jennifer" nun lebt oder tot ist und diese eine Frage bindet den Leser sehr stark an die Geschichte.

Genauso wie bei Beckett hatte ich das Glück, dieses Buch günstig zu erhalten. Und trotzdem bin ich immer noch der Meinung, dass ich mit einem Thriller nicht allzu viel anfangen kann.


Doch wenn ich mich für ein Buch entscheiden müsste, welches ich weiterempfehlen sollte, so würde ich "Flammenbrut" nennen. Die Geschichte war gut und der Schreibstil sprach mich mehr an. Jedoch denke ich, wenn jemand großes Interesse an Thriller hat, dann sollte man sich beide Bücher (Beckett: 9,95€ / Jackson: 14,99€) zulegen und sich eine eigne Meinung bilden.

Kommentare:

Meritia hat gesagt…

Uh, uh Flammenbrut hab ich gelesen, im Urlaub. Hat mich total gefesselt, kann ich nur weiter empfehlen!

Andrea hat gesagt…

toller post ;)

OllieWood hat gesagt…

also ab gehts in die uchhandlung. kurz durchblättern :D
ich liebe haruki murakami. moderne japanische märchen. ich liebs. unendlich :D

Lisa hat gesagt…

danke für deinen Kommentar :) ich versuche es, aber so einfach ist das nicht.

Flammenbrut hab' ich auch gelesen. Wirklich gutes Buch. Ich wollte schon immmer Mal die Kalte Asche Reihe von Beckett lesen, aber irgendwie sind mir die dünnen Büchlein zu teuer .. naja.
Und Lisa Jackson finde ich persönlich richtig gut :)

Liebe Grüße ♥

Jess hat gesagt…

Ich wollte mich auch mal an Thriller wagen, hatte dann auch schon an Beckett gedacht. Denke dank deiner kleinen Rezi werde ich mir ihn auch mal besorgen.

LG Jessi

Maëlle hat gesagt…

Thanks for coming !

Kommentar veröffentlichen

Für alles, was nicht in einen Kommentar hineinpasst: holykatta@web.de